Soll ich nun wirklich auch noch meinen Senf dazu geben?

Da las ich diese Woche einen ganzseitigen Beitrag im Tagi über das letzte Seminar von Christina von Dreien. Ich ärgerte mich so sehr über die Art des Schreiberlings, dass ich unbedingt einen Artikel hier auf denk-anstoss.ch unter "Denke und hande" bringen wollte.

So setzte ich mich hin, nahm den Tagi vor mich hin und begann frei von der Leber weg zu schreiben. Bald schon aber bemerkte ich, dass es gar nicht so leicht war, in meinen Empfinden das Richtige zu schreiben, damit es auch wirklich - im Gegensatz zum Tagi - einen lesenswerten Inhalt hatte. Vorwürfe wollte ich keine schreiben, viel mehr einfach meine Empfindungen. Doch nun musste ich feststellen, dass dies meine Empfindungen sind und ich nicht erwarten kann, dass Lesende evtl. auch so denken.

Nach drei Anläufen zu unterschiedlichen Tageszeiten, stellte ich mein Vorhaben ein. Wenn ich so viel Mühe habe etwas zu schreiben, wie soll es ein wirklicher Schreiberling fertig bringen, welcher über eine Veranstaltung berichten muss, die ihm vermutlich überhaupt nicht zusagt?

Also - ich verwende den Senf besser zum kochen und hoffe, dass mir dann das Essen gut schmeckt.

Um nun ein passendes Bild zu diesem Text zu senden, hätte ich einfach kurz ein tolles Senfglas fotografieren können. Doch ich ziehe es vor, ein Bild von meinem Enkel zu senden, mit welchem ich heute wieder einige wunderbare Stunden verbringen durfte.

liam_atzmännig

Liam - mein Enke zum Knuddeln